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Nichts ist unmöglich!

Kompass

Die Angst vor der Ausbreitung des Corona-Virus hat die Kapitalmärkte derzeit fest im Griff. Zuletzt wurden nicht mehr nur Aktien verkauft, sondern auch fast alle anderen Anlageklassen verloren dramatisch. So wie in den Supermärkten die Hamsterkäufe getätigt werden, werden in diesen Tagen Wertpapiere panikartig verkauft. Es gab zwischenzeitlich kein Halten mehr. Für uns bedeutet dies, dass wir nicht überstützt handeln werden, sondern mit Augenmaß auf die aktuelle Situation schauen. Wir beschäftigen uns vor allem mit der Zukunft, denn es wird eine Zeit nach dem Covid-19-Virus geben. Wie könnte die ausschauen? 

Regierungen und Zentralbanken stellen derzeit unbegrenzt Liquidität zur Verfügung. Allein die EZB gab heute ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Mrd. Euro bekannt. Auf diese Weise wird der Weg frei, damit die Staaten zinsgünstig Konjunkturprogramme auflegen können, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und ein Absinken in eine Depression zu verhindern. In den USA wurden bereits weitere Maßnahmen wie Helikoptergeld angekündigt. Auch in Europa werden Kurzarbeitergeld und großzügige Kredithilfen sowie Steuersenkungen zum Einsatz kommen. Die Grundlagen für die Zeit nach dem Corona-Cut werden jetzt gelegt. „Im Ergebnis treffen die größten Konjunkturprogramme, die üppigste Liquiditätsausstattung auf die niedrigsten Zinsen“ – so Robert Halver von der Baader Bank. Die Konjunkturdaten werden in nächster Zeit tiefrot ausfallen. Aber selbst in dunkelster Aktiennacht dürfen wir den nächsten Morgen nicht vergessen. In China hat die Epidemie seinen Höhepunkt bereits überschritten. Es gibt dort inzwischen mehr genesene als neu infizierte Personen. Auch in Europa wird eine Besserung eintreten. 

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“ – Diese Börsenweisheit stammt von Carl Mayer von Rothschild (1788-1855), Teilhaber des Frankfurter Bank- und Handelshauses „M.A. Rothschild & Söhne“. Kaum ein Unternehmen ist so mit dem Aufstieg des Kapitalismus im 19. Jahrhundert verbunden wie das Bankhaus der Familie Rothschild. Zu Mayer Amschel Rothschilds Kunden zählten die Mächtigen und die Herrscher der damaligen Zeit. Sie waren in London, Paris, Wien, Frankfurt und Neapel vertreten. Jeder der fünf Söhne des Dynastiegründers Nathan, James, Salomon, Amschel und Carl, von dem das berühmt gewordene Börsenzitat stammt, führten jeweils eine Niederlassung. Aber selbst die Rothschilds mussten manchmal herbe Verluste einstecken. Von der großen Wirtschaftskrise 1836, die aufgrund von Spekulationen mit Eisenbahnaktien entstand, waren auch die Rothschilds betroffen und mussten sich gegenseitig unterstützen. 

Die Grundidee, die hinter dem Zitat steckt, ist die des antizyklischen Investierens. Anleger versuchen einen Ertrag zu generieren, indem sie bei schlechter Stimmung und ungünstigen Aussichten investieren und verkaufen, wenn die Mehrheit positiv gestimmt ist. Die Annahme ist, dass Menschen sich nicht rational verhalten, sondern sich von Emotionen bei ihren Entscheidungen leiten lassen. Gier und Angst sind die eigentlichen Treiber an den Märkten, was zu den bekannten Übertreibungen führt. Weiterhin wird unterstellt, dass es Konjunktur- und Kurszyklen gibt, d. h. dass die Kurse irgendwann wieder steigen, wenn sie zuvor gefallen sind und umgekehrt. Es besteht eine Tendenz zur Mitte. 

Diesen Text habe ich im August 2017 geschrieben. Er ist aktueller denn je. Der Wendepunkt kommt näher. Die Zeit für Aktien ist gekommen, wenn sich die Ängste der Anleger materialisiert haben. Das wirtschaftliche Leben kommt momentan ziemlich zum Stillstand und die Produktion zum Erliegen. Sollten die wirtschaftlichen Daten jedoch Besserung zeigen, werden die Aktienkurse deutlich höher stehen als heute. Bedenken Sie: es gibt ein Leben nach Covid-19! Viele Qualitätsaktien sind zu Ausverkaufspreisen zu bekommen. Deshalb richten wir den Blick nach vorn und nicht zurück! „Geh dorthin, wo der Puck sein wird. Nicht dahin, wo er war.“ Dieses Zitat von Wayne Gretzky aus dem letzten CREDO Kompass ist aktueller denn je.   

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